Mittwoch 26.02.20 | Vortrag: Zu viel privater Reichtum schadet dem Klima – unter anderem!

Beginn: 20 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Prof. em. Birgit Mahnkopf (Mitglied in wissenschaftlichen Beirat von attac)

Allenthalben wird über eine ökologische oder gar die sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaften diskutiert. Die Klimakrise macht dies erforderlich. Gegenwärtig treffen zwei «Megatrends» aufeinander: die Krise des Kapitalismus als eines weltökonomischen Systems und die Krise des Kapitalismus als eines weltökologischen Systems. Eine Lösung der erstgenannten Krisendimension würde die Steigerung von Produktivität und Profit, eine permanente Ausweitung von Produktion und Konsum verlangen. Die Bewältigung der Klimakatastrophe hingegen benötigt eine dramatische und dauerhafte Begrenzung von Produktion, Mobilität und Konsum.


Beginn: 20 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Prof. em. Birgit Mahnkopf (Mitglied in wissenschaftlichen Beirat von attac)

Allenthalben wird über eine ökologische oder gar die sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaften diskutiert. Die Klimakrise macht dies erforderlich. Gegenwärtig treffen zwei «Megatrends» aufeinander: die Krise des Kapitalismus als eines weltökonomischen Systems und die Krise des Kapitalismus als eines weltökologischen Systems. Eine Lösung der erstgenannten Krisendimension würde die Steigerung von Produktivität und Profit, eine permanente Ausweitung von Produktion und Konsum verlangen. Die Bewältigung der Klimakatastrophe hingegen benötigt eine dramatische und dauerhafte Begrenzung von Produktion, Mobilität und Konsum.

Das soll nun, so versprechen es diverse Transformationskonzepte, im Rahmen einer mehr oder weniger großen Gesellschaftsreform unter einen Hut gebracht werden. Dazu wird an den verschiedenen Steuerungsmodellen gearbeitet; doch sind diese insofern nicht hinreichend, als der Zugriff auf die gewaltige Konzentration von Kapital in privater Hand für tabu erklärt wird. Das bereits akkumulierte Kapital soll weiterhin so eingesetzt werden, dass es den klassischen Anforderungen genügt: kurzfristig möglichst viel Profit zu erzeugen. Neue Atomkraftwerke, Fracking von Schiefergas, immer größere Kreuzfahrtflotten, riesige monopolartige digitale Plattformen und immer weiter aufgeblähte Finanzmärkte sind Beispiele dafür. Doch es fragt sich, ob die Profite, die dabei locken oder die Renditen, die sich auf diesem Pfad erzielen lassen, tatsächlich ausreichen werden, um die Akkumulationsmaschine des Kapitalismus am Leben zu erhalten – selbst wenn dabei der anhaltende «Krieg gegen den Planeten» das Leben von Tieren wie Menschen zur Hölle machen sollte.

Birgit Mahnkopf vertritt die Position, dass «eine Versöhnung von Kapitalismus, sozialem Fortschritt und Demokratie ... unter den Bedingungen einer nicht oder nur in geringem Umfang wachsenden Ökonomie nicht mehr möglich [ist]» - und eine Bewältigung der drohenden Klimakatastrophe schon gar nicht. Wir folgen an diesem Abend ihrer Analyse und diskutieren daraus resultierende mögliche Perspektiven jenseits der Resignation.

Veranstaltung in Kooperation mit attac Stuttgart

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