Dienstag 15.01.19 | Vortrag zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg

Beginn: 20 Uhr | Eintritt frei

Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg
Revolutionärin, Feministin, Kommunistin, Jüdin, Theoretikerin und mutige Frau
Vortrag von Anneliese Fleischmann und Heinz Deininger (mit Diskussion)

Rosa Luxemburg (5.3.1871 - 15.1.1919) war eine der wichtigsten Vertreterinnen der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und „proletarischen
Internationalismus“. Ab 1887 wirkte sie in der polnischen, ab 1898 auch in der deutschen Sozialdemokratie. Dort bekämpfte sie von Beginn an Nationalismus, Opportunismus und
Revisionismus. Sie trat für Massenstreiks als Mittel sozialpolitischer Veränderungen und zur Kriegsverhinderung ein. Sofort nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 gründete sie die
„Gruppe Internationale“, aus der der Spartakusbund hervorging. Diesen leitete sie als politische Gefangene zusammen mit Karl Liebknecht durch politische Schriften, in denen sie
die Burgfriedenspolitik der SPD analysierte und verurteilte. Sie bejahte die Oktoberrevolution, kritisierte aber zugleich die Parteidiktatur Lenins und der Bolschewiki. In der Novemberrevolution versuchte sie als Chefredakteurin der Zeitung „Die Rote Fahne“ in Berlin auf das Zeitgeschehen Einfluss zu nehmen. Als Autorin des Spartakusbund-Programms
forderte sie am 14. Dezember 1918 eine Räterepublik und die Entmachtung des Militärs.
Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen
ablehnte. Nachdem der folgende Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet.
(Quelle: Wikipedia)


Luxemburg gilt bis heute den einen als bolschewistische Terroristin, den anderen als Vorbild. Den Stalinisten wie der politischen Rechten sind ihre Demokratieauffassungen ein Gräuel.
Diese Frau erstrebte eine Gesellschaft, in der die politische Freiheit und Gleichheit nicht abgeschafft, sondern um die soziale Freiheit und Gleichheit ergänzt werden sollte – eine
Forderung, die bis heute uneingelöst ist. Demokratie galt Rosa Luxemburg als die entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft in Richtung
humanen Zusammenlebens.


Die Heilbronnerin Anneliese Fleischmann stellt zusammen mit Heinz Deininger in ihrem Vortrag Leben, Werk und Wirken von Rosa Luxemburg vor.

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