Dienstag 05.05.20 | Vortrag: Russland und Deutschland - zwischen Faszination und Feindbild

Beginn: 20 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Reinhard Lauterbach (Journalist und Publizist mit Schwerpunkt Osteuropa/Russland)

Die zentralen Ereignisse zwischen Russland und Deutschland im 20. Jahrhundert waren der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und deren entscheidender Beitrag zum Sieg über Nazideutschland vor 75 Jahren. Doch das Verhältnis beider Länder und Völker ist viel breiter und differenzierter, als dass es in wenigen Schlagworten zu fassen ist. Seit im 18. Jahrhundert Deutsche und Russen durch Reisen und Auswanderung in engeren Kontakt kamen, wechselten Faszination und Abstoßung miteinander ab. Unbegrenzte Möglichkeiten für Unternehmer standen gegen Russlands Rolle als «Zitadelle der Reaktion» im 19. Jahrhundert, Bismarcks Ausgleichspolitik mit dem Zarenreich gegen die Konfrontationspolitik Wilhelms II. und Hitlers.


Beginn: 20 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Prof. em. Birgit Mahnkopf (Mitglied in wissenschaftlichen Beirat von attac)

Die zentralen Ereignisse zwischen Russland und Deutschland im 20. Jahrhundert waren der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und deren entscheidender Beitrag zum Sieg über Nazideutschland vor 75 Jahren. Doch das Verhältnis beider Länder und Völker ist viel breiter und differenzierter, als dass es in wenigen Schlagworten zu fassen ist. Seit im 18. Jahrhundert Deutsche und Russen durch Reisen und Auswanderung in engeren Kontakt kamen, wechselten Faszination und Abstoßung miteinander ab. Unbegrenzte Möglichkeiten für Unternehmer standen gegen Russlands Rolle als «Zitadelle der Reaktion» im 19. Jahrhundert, Bismarcks Ausgleichspolitik mit dem Zarenreich gegen die Konfrontationspolitik Wilhelms II. und Hitlers.

Mit der Oktoberrevolution kehrte sich das Russlandbild der deutschen Linken völlig um: Sowjetrussland wurde zum Hoffnungsträger - wie auch zum Fluchtpunkt bitterer Enttäuschungen. Vor diesem historischen und kulturellen Hintergrund geht der Vortrag auch auf aktuelle Entwicklungen in den deutsch-russischen Beziehungen und in der Erinnerungspolitik an den Zweiten Weltkrieg ein.

Reinhard Lauterbach, Jahrgang 1955, ist studierter Historiker und Slawist. Knapp 30 Jahre lang war er Redakteur bei verschiedenen ARD-Sendern, 1998-2001 Korrespondent des ARD-Hörfunks in Warschau und Kiew. Seit 2013 ist er Osteuropakorrespondent der Tageszeitung «junge Welt» mit Lebensmittelpunkt in Polen. Als Buchpublikationen Lauterbachs erschienen in der «edition berolina «Bürgerkrieg in der Ukraine» (2015, vergriffen) und «Das lange Sterben der Sowjetunion» (2016).

Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Heilbronn

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