Samstag 05.03.16 | Grauer Mann Tanzt

In den Neunzigern und Zweitausendern bestreitet Songschreiber, Sänger und Gitarrist Henning Dedekind mit verschiedenen Indie-Formationen insgesamt sechs Alben, mehrere Sampler, TV-Auftritte und hunderte Konzerte zwischen Reeperbahn und Bodensee. Nach dem Tod eines Bandmitglieds kehrt er dem Musikzirkus für ein paar Jahre den Rücken. Er schreibt ein international viel beachtetes Buch über den deutschen Krautrock, reist mit der Gitarre im Gepäck »low budget« um den ganzen Globus – und macht sich dabei ein neues Bild von einer Welt im Wandel, das er in unzähligen Textnotizen festhält. So entstehen sehr persönliche, zeitkritische Songs über das Leben, das Menschsein und die Verlierer der globalen Konsumgesellschaft.

Aus diesem Material produziert Dedekind 2014/2015 das Album Dunkelziffern. Mit Hilfe von Alexander Lesslauer (Schlagzeug) und Toningenieur Wolfgang Schmid gelingen in nächtlichen Studiosessions ebenso dichte wie sparsame Arrangements, bei denen klassischer Independent Pop, Proto-Punk, 70er-Rock und Garagen-Attitüde auf Elemente aus Folk, Ska und Jazz treffen. Auf der Bühne übernimmt der Multiinstrumentalist Hartmut Epple (Orgel, Gesang) den Part der im Studio eingespielten Overdubs und verleiht dem ungewöhnlich besetzten Trio dadurch eine ganz eigene, spannende Dynamik.

Der Projektname GRAUER MANN TANZT ist eine Hommage an den deutschamerikanischen Künstler George Grosz (1893 – 1959).

  • Henning Dedekind (Gitarre, Gesang)
  • Alexander Lesslauer (Schlagzeug)
  • Hartmut Epple (Orgel, Gesang)

Lieblingsplatten: The Cure, Ideal, Wilco, Elvis Presley, Ton Steine Scherben, The Clash, Paul Weller, The Smiths, Cake, Nada Surf, Extrabreit, The Chills, Can, Black Sabbath, Soulive, The Replacements, Grant Green, Bob Dylan, The Beatles, Jimi Hendrix, Radio Birdman, The Pretenders, Patti Smith, Del Amitri, Rory Gallagher, The Jazz Butcher

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