Mittwoch 22.10.14 | Flächenbrand im Nahen und Mittleren Osten

Beginn: 19.30 Uhr | Eintritt: 6,-/4,- Euro

 
Vortrag von Prof. Dr. Mohssen Massarrat.
Eine Veranstaltung der Initiative für globale Gleichheit und der Schüler- und Studenteninitiative "Anti-Krieg", Heilbronn

Erst der von den USA-angeführte Aggressionskrieg gegen den Irak, der neben Hunderttausenden von Toten zum Zusammenbruch des Regimes von Saddam Hussein und zur kompletten Destabilisierung des Landes führte, dann der Atomkonflikt mit dem Iran, später der Krieg gegen Muammar al-Gaddafi in Libyen, anschließend der von außen geschürte blutige Bürgerkrieg in Syrien und nun der sogenannte Islamische Staat. Der "IS" mordet, enthauptet Gegner und setzt Minderheiten, Völker und Staaten in der gesamten Region in Angst und Schrecken. Nachdem die USA und andere Länder drei Jahre lang eine verdeckte Aggression gegen Syrien betrieben und dabei auch Terrorgruppen wie den IS unterstützt haben, greifen sie nun selbst militärisch ein. Den Angriffen im Irak sollen Militäreinsätze in Syrien folgen ─ ohne Autorisierung durch die Regierung in Damaskus, das heißt unter bewusster Verletzung der Souveränität der Syrischen Arabischen Republik.
Krieg, Chaos, Elend und Zerstörung allerorten. Das Öl fließt aber weiter. Gibt es hier einen Zusammenhang? Und gibt es zu immer neuen Kriegen, Kampfeinsätzen und Waffenexporten des Westens eine Alternative?
Diesen Fragen wird der Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Mohssen Massarrat in seinem Vortrag nachgehen. Mohssen Massarrat war von 1982 bis 2004 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück mit den Forschungsschwerpunkten Mittlerer und Naher Osten, Politische Ökonomie, Nachhaltige Entwicklung , Friedens- und Konfliktforschung sowie Internationale Wirtschaftsbeziehungen/Globalisierung. M. Massarrat wurde im Iran geboren und lebt seit 1961 in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2002 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher sowie Beiträge in Zeitschriften, politischen Magazinen und Tageszeitungen.
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